03.06.2011 / San Francisco - Kona

Airline     United Airlines
Flugzeugtyp     Boeing 767-322 
Registrierung     N666UA 
Flugnummer     UA0601 
Boarding Time     07:57 Uhr (LT) 
Gate     82 
Startbahn     28L 
Start planmäßig     08:37 Uhr (LT) 
Start tatsächlich     10:40 Uhr (LT) 
Flugzeit planmäßig     05:34 Stunden 
Flugzeit tatsächlich     04:55 Stunden 
Landung planmäßig     11:11 Uhr (LT) 
Landung tatsächlich     12:35 Uhr (LT) 
Landebahn     17 
Gate     1A 
Sitz     24J 
Auslastung     100% 
zurückgelegte Distanz     3.906 Kilometer 

Nach sehr tollen zwei Wochen hieß es am Abend des 02.06.2011 Abschied nehmen. Abschied nehmen, vom amerikanischen Festland und von unseren beiden Mitreisenden. Während meine Freundin und ich am nächsten Morgen nach Hawaii weiterfliegen werden, beginnt ein paar Stunden später für unsere Mitreisenden der Heimflug nach Düsseldorf.

Unser Airportshuttle holt uns pünktlich um fünf Uhr morgens am Hotel ab. Um diese Uhrzeit war auf den Straßen von San Francisco noch nichts los. Die Rushhour beginnt in Amerika erst später.
Um sechs Uhr erreichen wir den Flughafen. Von der Müdigkeit gezeichnet, stolpern wir zu einem der unzählbaren, damlichen Check-In-Automaten. Die besten Freunde werden wir wohl nicht mehr werden.

Auf den Monitoren sehen wir, dass unser Flug fast 2 Stunden Verspätung haben wird. Na toll. Zwei Stunden zu früh aufgestanden. Oder besser gesagt, zwei Stunden länger Zeit um zu spotten. Immer positiv denken.

Nach einem ausgiebigen amerikanischen Frühstück, machen wir uns auf den Weg zu unserem Gate.


Knapp eine Stunde nach der geplanten Abflugzeit rollt unsere Boeing 767-300, aus Honolulu kommend, an unser Gate. Ursprünglich hätten wir mit einer aus New York kommenden 6er nach Kona fliegen sollen, da diese aber mit technischen Problemen immer noch am JFK steht, mussten wir auf dieses Ersatzflugzeug mit der Kennung N666UA warten. Deswegen die Verspätung

Das Gate hat sich mittlerweile sehr gut gefüllt. Es werden sehr viele Familien mit Kleinkindern an Bord sein. Sind wohl gerade Ferien in Amerika.
Der Flug ist dann letztendlich auch bis auf den letzten Platz ausgebucht, dennoch ist das Boarding sehr schnell abgeschlossen und wir können endlich los.
Sehr auffallend ist der hohe Altersdurchschnitt der Kabinencrew auf diesem Flug.
Wir rollen bereits Richtung Startbahn, vorbei am Inlandsterminal.
Die Boeing 757-200 der United wird für Ihren Flug nach Chicago O’hare (N558UA / UA0906 – mit Weiterflug nach München) vorbereitet, während die Continental (N14237 / CO0245) auf ihren nächsten Einsatz nach Cleveland wartet.

Anscheinend sind wir die einzigen, die um diese Uhrzeit raus wollen. Wir müssen weder auf startenden noch auf landenden Verkehr warten.
Schwerfällig setzt sich unsere 13 Jahre alte Boeing in Bewegung.

Da wir heute auf der rechten Seite sitzen, bekommen wir auch mal die „andere“ Flughafenseite zu sehen. Es geht vorbei an den Wartungshallen...

Schnell gewinnen wir an Höhe. Vor der kleinen Hügelkette sehr schön zu erkennen, der Home of Peace Cemetery. Dahinter ist die San Francisco Bay und der Frachthafen zu erkennen.

Ein letzter Blick auf das Wahrzeichen von San Francisco. Die Golden Gate Bridge.
Wir drehen ab Richtung Westen und werden die nächsten fünf Stunden nichts als Wasser unter uns haben.

Die Westküste Kaliforniens begleitet uns noch für ein paar wenige Minuten.

Für die vielen kleinen Passagiere (auch für die Großen) an Bord, wurde der Film „Rango“ gezeigt. Der Service bei United wird mich wohl nicht mehr überzeugen. Essen gibt es bei diesem Mittelstreckenflug nur gegen Bezahlung, wobei man nur mit Kreditkarte bezahlen darf. Die Auswahl an Essen beschränkt sich auf abgepackte Sandwiches und etwas Gebäck. Dafür gibt es massenweise gratis Wasser.
Sehr interessant ist das „Halbzeitspiel“. Der Pilot macht Angaben über Fluggeschwindigkeit, Rückenwind, Flugzeit usw., daraus muss man die Hälfte der Flugzeit ermitteln. Der Gewinner bekommt eine CD mit Hawaiianischen Volksliedern. Nette Idee.

Unsere Reise macht Fortschritte. Wir haben noch etwa zwei Stunde bis Kona. Die meisten Passagiere schlafen. In der Kabine ist es sehr ruhig geworden.
Plötzlich ertönt aus den Lautsprechern, nicht panisch aber dennoch sehr bestimmend, der Satz: „We have an emergency“.
Fragende und erschrockene Blicke wandern durch die Kabine. Viele die bis eben noch geschlafen haben, sind nun wach. Gespannt und ängstlich warten wir auf eine nächste Durchsage, in der man uns erklärt, um was für einen Notfall es sich handeln mag. Geografisch gesehen kommt dieser Notfall zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Bis zum nächsten Flughafen sind es (egal in welche Richtung) mindestens noch zwei Stunden.

Fünf Minuten, in so einem Fall eine halbe Ewigkeit, sind nun vergangen. In der Kabine ist kein Mucks mehr zu hören, niemand hat sich seitdem getraut aufzustehen. Auch die Flugbegleiter waren seit einiger Zeit nicht mehr gesehen worden. Sehr merkwürdig das Ganze. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber im Falle eines Absturzes würde es mich doch noch gerne interessieren, weshalb man letztendlich nicht am Ziel ankommt. Doch es ertönt immer noch keine Lautsprecherdurchsage. Diese Ungewissheit kann einen schon sehr verängstigen.

Weitere fünf Minuten sind vergangen, als plötzlich der Bordservice wie gewohnt wieder aufgenommen wird. Die Flugbegleiter machen keine Anstalten, das gerade vorgefallene zu erklären. Business as usual.

Eine Stunde ist nun vergangen und siehe da… wir fliegen noch. Die meisten Passagiere sind wieder eingeschlafen. Kaum einer denkt noch an den zurückliegenden Notfallruf.

Soeben überfliegen wir die Küste von Big Island. Wir nähern uns unserem finalen Ziel.

Nochmals ein kurzer Schwenker hinaus auf den Pazifik…

Im Hintergrund kann man im Dunst die Küstenlinie von Maui erkennen.

… und schon sind wir im Final für die Landebahn 17 in Kona.

Aloha auf Hawaii.

Wir rollen von der Bahn und machen einer Boeing 717 der Hawaiian Airlines Platz die, hinter uns aus Honolulu kommend, zur Landung ansetzt.

Exotisches steht auf dem Vorfeld herum. Hier die N827BE eine Short 360-300 der TransAir of Hawaii.

Vor einer Woche in Los Angeles gesehen und nun schon wieder in Kona. Die N579AS kam als AS0865 aus Seattle und fliegt später wieder nach Seattle zurück.

Die N590UA kam kurz vor uns aus Los Angeles und wird am Nachmittag als UA0548 nach L.A. zurückfliegen.

Ein letzter Blick auf das Arbeitspferd bei United.

Im Gegensatz zu den 15°C in San Francisco ist es hier auf Hawaii fast doppelt so warm. Uns soll es recht sein, schließlich sind wir ja zur Erholung vom Urlaub hier.