20.05.2011 / San Francisco - Las Vegas

Airline     United Airlines (SkyWest Airlines)
Flugzeugtyp     Canadair Regional Jet CRJ701
Registrierung     N767SK 
Flugnummer     UA6509 
Boarding Time     16:51 Uhr (LT)
Gate     69 
Startbahn     28R 
Start planmäßig     17:18 Uhr (LT) 
Start tatsächlich     17:24 Uhr (LT) 
Flugzeit planmäßig     01:26 Stunden 
Flugzeit tatsächlich     01:03 Stunden 
Landung planmäßig     18:44 Uhr (LT) 
Landung tatsächlich     18:27 Uhr (LT) 
Landebahn     25L 
Gate     D56 
Sitz     4A
Auslastung     100% 
zurückgelegte Distanz     786 Kilometer 

Auch bei diesem Inlandsflug müssen wir nicht lange an den Sicherheitskontrollen warten. Die Schuhe werden in Amerika von allen Reisenden selbstverständlich ausgezogen und auf das Band gelegt.
Ich laufe durch den Metalldetektor und siehe da, er meckert.
In Amerika wird man nicht noch einmal abgetastet und erneut durch den Detektor geschickt.
Freundlich, aber sehr bestimmend kommt eine Polizistin (Marke „Pitbull“) auf mich zu und schiebt mich in einen geschlossenen Klaskasten direkt zwischen den einzelnen Kontrollstellen. Ist ja mal peinlich wenn man da drin steht und alles auf einen schaut als wäre man ein Terrorist.
Da stehe ich nun und weiß nicht was los ist.
Die Tür am Glaskasten geht auf, die gleiche Frau kommt herein, macht mit zwei Papiertüchlein einen Abstrich von meinen Händen und meiner Stirn und verschwindet wieder. Die Tür fällt wieder ins Schloss.
Ich sehe wie sie die die Tücher durch eine Maschine laufen lässt. Sieht aus wie ein Geld-Zähl-Maschine. Das Lämpchen an dem Automaten blinkt nun grün auf. Ist das jetzt gut oder schlecht?
Die Dame kommt wieder auf mich zu, verzieht keine Miene, öffnet die Glastür und zieht mich mit der gleichen bestimmenden Art wieder aus dem Kasten heraus.
Auweia… was passiert jetzt? Nichts
Ich darf mein Handgepäck, das schon auf dem Band auf mich wartet, holen und mich entfernen.

Da wir noch 4 Stunden Zeit haben suchen wir den erstbesten Fastfood Gourmettempel auf und gönnen uns das erste Essen auf amerikanischem Boden.
Nach dem Essen suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen, wo wir die nächsten Stunden überbrücken können.
Am Gate 69 werden wir fündig. Praktischerweise wird dies auch unser Gate für den Flug nach Las Vegas sein.

 

Für den kurzen Hüpfer nach Las Vegas war ursprünglich eine CRJ200 geplant gewesen. Mit der N767SK kommt nun jedoch eine längere CRJ700 an unser Gate gerollt. Für diejenigen, die es interessiert, die Maschine kommt als UA6535 aus Santa Ana.

Da wir die ganze Zeit die Beladung vom Gate aus beobachten konnten, hatten wir gesehen, dass der Koffer meiner Freundin und auch mein Koffer den Weg ins Flugzeug gefunden hatten. Die beiden Koffer unserer Mitreisenenden, die bereits in Düsseldorf bis Las Vegas durchgecheckt wurden sahen wir bisher noch nicht.
Nach gut zehn Minuten sitzen wir bereits im Flieger und werden zurückgeschoben. Der Pilot meldet sich über die Bordlautsprecher und teilt uns mit, dass es im Anflug auf Las Vegas sehr „bumpy“ werden würde. Da bin ich ja mal gespannt.

Hier befinden wir uns bereits im Stau kurz vor dem Start. Auf der Startbahn 28R macht sich gerade der Speedbird-Jumbo (G-BNLV) als BA0284 auf den Weg zurück nach Heathrow.

Wir rollen über die Startbahn 28L, auf der wir heute Morgen gelandet sind, hinweg und linieren auf die Rechte der beiden Parallelbahnen auf.

Während auf der linken Bahn der Flug der Virgin America (N627VA) aus Seattle zu Ende geht, beginnt unser Flug nach Las Vegas.

Mit sehr viel Power geht es nun unserem endgültigen Tagesziel entgegen.

Nach kurzer Zeit bereits befinden wir uns in der Luft und überholen die Virgin America, die immer noch auf der Bahn rumeiert.

Es geht vorbei an den Terminalgebäuden des Flughafens. Sehr schöne Übersicht.

Leider ist am späten Nachmittag nicht mehr viel los. Einzige internationale Airlines am Platz sind momentan nur Swiss (HB-JMH – LX0038/39 – ZRH-SFO-ZRH), Air NewZealand (ZK-SUH – NZ0008/7 – AKL-SFO-AKL) und EVA Air (B-16708 – BR0018/17 – TPE-SFO-TPE).

Schon wenige Sekunden nach dem Start drehen wir links ab. Auch hier gut zusehen, dass San Francisco nicht umsonst die Stadt des Nebels ist. Oft schleicht sich frühmorgens der Nebel in die Stadt und verzieht sich erst wieder am frühen Vormittag Richtung Pazifik, ehe er von dort am Nachmittag wieder in die Stadt zurück kehrt.

Unsere Linkskurve dauert immer noch an und bringt uns in südwestlicher Richtung einmal herum um den Flughafen.

Schöner Ausblick auf eine der unzähligen Brücken im Großraum San Francisco. Hier die James „Sunny Jim“ Rolph Bridge, wie sie offiziell heißt. Besser bekannt jedoch unter dem Namen Oakland Bay Bridge. Die Brücke verbindet San Francisco (links) mit Oakland (rechts) und besteht aus einer doppelstöckigen Fahrbahn mit je 5 Fahrstreifen. Während man auf dem oberen Deck Richtung San Francisco fährt, kommt man auf der unteren Fahrbahn aus selbiger Stadt heraus.
Die vereinzelten Nebelfelder lassen für kurze Augenblicke den Blick auf die Skyline zu. In etwa zehn Tagen werden wir bereits wieder hier sein und „San Fran“ als letzte Großstadt auf unserer Westküstentour besuchen. Ich freue mich schon riesig auf die Stadt.

Keine Zeit für Träumereien. Es geht über das südliche Ende der San Francisco Bay hinweg. Die San Mateo Bridge ist gut zu erkennen. Die Stadt im Hintergrund ist Oakland.
Wir verabschieden uns langsam aus der Metropolregion und kommen in hügeligere Regionen.

Sehr netter Kontrast. Erste Eindrücke von der Vielfältigkeit des Landes lassen sich erahnen.

Der kleine Flugplatz unter uns hört auf den großen Namen „NASA Crows Landing Airport“. Mittlerweile ist der Platz aber geschlossen.

Eingebettet zwischen zwei Bergketten befinden sich die Städte Atwater und Merced. Hier überfliegen wir Castle Airport und davor die Stadt Atwater. Bis 1995 ein Stützpunkt der US Air Force, dient der Flughafen heute der zivilen Luftfahrt. Nebenbei erwähnt, war die Castle Air Force Base die erste, die damals die neuen B-52 Bomber stationiert hatte.

Hier die bereits erwähnte Stadt Merced. Der Flughafen am linken Bildrand ist der Merced Regional Airport. Die einzige kommerzielle Fluggesellschaft am Platz ist Great Lakes Airlines und fliegt von hier nach Las Vegas und Los Angeles.

Die Gegend wird sehr ländlich. Am rechten unteren Bildrand gut zu sehen die beiden achteckigen Gebäude. Das Valley State Prison for Women in Chowchilla. Auf Deutsch: ein Frauenknast. Dieser wurde 1995 eröffnet. Ursprünglich für 2024 Insassen geplant. Mittlerweile befinden sich dort weit über 3000 Frauen in Gefangenschaft.
In der linken unteren Bildecke ist das Städtchen Chowchilla mit dazugehörigem Golfplatz zu erkennen.

Faszinierend wie schnell die Landschaft wechselt. Tiefe Täler gefolgt von hohen schneebedeckten Gebirgszügen. Hier die Bergketten der Palisades.

Hier in diesem Tal hat der Highway 6 seinen Ursprung. Stolze 5.158 Kilometer führt er quer durch die Vereinigten Staaten und endet an der Ostküste in Massachusetts.
Am östlichen Ende dieses schmalen Tales wachsen die White Mountains in die Höhe. Mit 4.344 Metern ist der White Mountain Peak der dritthöchste Berg in Kalifornien. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung nach Nevada.

Die Grenze der beiden Staaten überfliegen wir im Fish Lake Valley bei Dyer. Im tristen Einheitsgrau der Wüste springen die vielen Bewässerungsanlagen sofort ins Auge.
Der schmale Streifen in der linken Bildmitte, der aussieht wie ein Feldweg, ist der „Flughafen“ von Dyer.
In diesem verschlafenem Nest, sollen circa 110 Einwohner leben. (Stand 2000)

Endlose Weiten ohne jegliche Zivilisation. Das Land ist echt der Hammer.

Für Menschen die während der Autofahrt gerne mal an Sekundenschlaf leiden ist diese Straße wohl nicht zu empfehlen. Wer dennoch Interesse hat da mal entlang zufahren, die Straße führt in nordwestlicher Richtung aus der Stadt Pahrump hinaus, hinauf zum „Las Vegas Ski & Snowboard Ressort“…

… ja genau. Richtig gehört, obwohl die Spielermetropole bekanntlich eine Wüstenstadt ist, gibt es dennoch ein Ski- und Wintergebiet. And here it is. Der Charleston Peak. Mit 3.632 Metern ist er, an klaren Tagen, auch von Downtown aus gut sichtbar.
Für Ende Mai ist der schneebedeckte Gipfel ein sehr gewöhnungsbedürftiger Anblick. Vor allem wenn man bedenkt, dass es in Las Vegas um diese Uhrzeit immer noch gut 30°C haben wird.

Schlagartig wird die Landschaft wieder flacher und staubiger. Schön von der Abendsonne angestrahlt, der Turtlehead Mountain im Red Rock Canyon. Hier war offensichtlich die Farbe der Felsen ausschlaggebend für den Namen des Canyon.

Wir fliegen in den Talkessel ein und haben mit Summerlin South die westlichen Außenbezirke von Las Vegas schon in Sicht.

Auch die markante Skyline lässt nicht lange auf sich warten.

Wie man hier schön sieht, befindet sich der Flughafen inmitten der Stadt.

Wir haben bereits das östliche Ende der Stadt erreicht und drehen in den Endanflug ein. Sehr schöne Abendstimmung über der Stadt.

Eine typische amerikanische Wohnsiedlung …

… in deren Mitte die Brown Junior High School wie eine kleine Insel heraus sticht.

Ringsherum um Las Vegas gibt es nicht viel.

Auf diesem Highway (93) werden wir Las Vegas am Montag Richtung Arizona bzw. Hoover Staudamm und Grand Canyon verlassen.

Unter uns die Namco Arcade. Einkaufszentrum, Kasino und Hotel in einem.

Las Vegas wurde zwar erst 1905 gegründet, hat mittlerweile bereits ca. 600.000 Einwohner.

Ein grüner Fleck im tristen Wüstensand. Der Wildhorse Golf Club. Ich will nicht wissen, wie viel Wasser man benötigt, um den Rasen hier so grün zu halten.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. In wenigen Sekunden geht ein langer Anreiseweg zu Ende.

Die Sunset Road einmal von der „anderen“ Seite. Übermorgen werde ich da draußen stehen und die Flieger knipsen.

„Welcome to fabulous Las Vegas“. Die Landung ist so lala… Hauptsache gesund aufgeschlagen würde ich mal sagen.

Wir taxeln Richtung Gate. Die Skyline von Las Vegas weiß zu imponieren. Links unser Hotel. Das Luxor. Immerhin das sechstgrößte Hotel der Welt.

Am frühen Abend ist nicht mehr so viel los am Platz. Wie zu erwarten war, ist Southwest hier ganz eindeutig der Platzhirsch.

Während meine Freundin und ich ohne Probleme unsere Koffer geholt hatten, machten sich die anderen Beiden direkt auf den Weg zum „missing luggage“ Schalter.
Kurz vor Abflug in San Francisco wurde uns mitgeteilt, dass die Gepäckstücke unserer Mitreisenden nicht mitgenommen werden können, da die Koffer in Düsseldorf bereits mit einer falschen Flugnummer (was den Flug nach Vegas angeht) versehen wurde.
Uns wurde versprochen, dass die Koffer noch am selben Abend von San Francisco nachgeflogen werden. Gut, damit kann man leben.
Leider kamen die Koffer dann schließlich erst am nächsten Morgen, aber dafür bis direkt vor das Hotelzimmer.