17.10.2012 / Amsterdam - San Francisco

Airline     KLM - Royal Dutch Airlines
Flugzeugtyp     Boeing 747-400
Registrierung     PH-BFY
Flugnummer     KL0605
Boarding Time     09:10 Uhr 
Gate     F07
Startbahn     24
Start planmäßig     09:50 Uhr (LT) 
Start tatsächlich     10:21 Uhr (LT) 
Flugzeit planmäßig     11:00 Stunden 
Flugzeit tatsächlich     10:10 Stunden 
Landung planmäßig     11:50 Uhr (LT) 
Landung tatsächlich     11:31 Uhr (LT) 
Landebahn     28L
Gate     A6
Sitz     39K
Auslastung     100% 
zurückgelegte Distanz     9.088 Kilometer 

Nach einem langen Fußmarsch quer durch Schiphol und einer weiteren Kontrolle erreichen wir unser Gate für den Weiterflug, vor dem wir auch nochmals per „Nackt-Scanner“ kontrolliert werden.
Et voila! Im Amsterdamer Sauwetter steht bereits unsere „City of Johannesburg“.

Das Boarding begann zwar pünktlich, ging aber sehr schleppend und chaotisch voran. Viele der indischen Passagiere ignorierten jegliche „Einstiegsregel“ und enterten regelrecht den Jumbo.
Als nach circa einer Stunde jeder der 413 Passagiere seinen Platz gefunden hatte, konnte es endlich losgehen.
Im strömenden Regen wurden wir mit leichter Verspätung zurück gestoßen.

Aufgrund der bescheidenen Witterungsverhältnisse gibt’s es vom Start leider keine Bilder.
Nur so viel: Wir haben Amsterdam auf der Kaagbahn in südlicher Richtung verlassen. Bereits wenige Sekunden nach dem Start tauchen wir in die tiefhänge „Wolken-Nebel-Suppe“ ein.
Selbst einige Minuten nach dem Start in Amsterdam ist die Sicht gleich Null.
Die einzelnen Wolkenschichten machten sich immer wieder durch kurzes kräftiges Wackeln bemerkbar.

Unsere Route führte uns, wie im letzten Jahr auch über die Nordsee, entlang der britischen Küste Richtung Norden. Über den Shetland-Inseln hatten wir zum ersten Mal freien Blick nach unten.

Nachdem wir Island passierten, machen sich die ersten Ausläufer Grönlands bemerkbar.

Als wir die Ostküste der weltgrößten Insel erreichen, waren die Schatten am Boden schon sehr lange. Aufgrund unserer nördlichen Route erlebten wir mittags den ersten von zwei Sonnenuntergängen des Tages.

Baden möchte ich unten nicht.

So eintönig die Landschaft auch sein mag, so faszinierend ist sie auch. Schneebedeckte Gebirge soweit das Auge reicht. Kaum vorstellbar, dass hier trotzdem 60.000 Menschen leben. Zwar spielen sich 98% des grönländischen Lebens an den Küsten ab, dennoch ist es für uns Mitteleuropäer nur schwer vorstellbar in dieser „lebensfeindlichen“ Umgebung leben zu können. Immerhin beheimatet die zu Dänemark gehörend Insel die drittgrößte Wüste der Welt.

Die Westküste Grönlands zeigte sich von ihrer schönsten Seite.

Am Boden ist die Sonne nun komplett untergegangen. Hier oben in knapp 12.000 Metern Höhe erhaschen wir die letzten Sonnenstrahlen.
Wir überfliegen gerade die Baffin Bay und haben somit gleich kanadisches Festland unter uns.

So richtig dunkel wurde dann doch nicht. Je südlicher wir wieder kamen, umso heller wurde natürlich wieder.
Weite Teile Kanadas verstecken sich jedoch unter einer dicken Wolkenschicht.

Erst über Alberta reißt es schlagartig auf.

Wir sind kaum an Edmonton vorbei, schon tauchen unter uns die Rocky Mountains auf.

Hier überfliegen wir den knapp 2.000 Meter hohen Rustler Peak.

Unsere Reise führt uns quer über die Rocky Mountains nach British Columbia. Unter uns der Mt. Ingersoll am Arrow Lake gelegen.

Die Tragflächen einer Boeing 747-400 sehen schon sehr imposant aus.

Wir haben die Grenze zwischen Kanada und den USA bei Grand Forks überflogen und befinden uns nun über dem US-Bundesstaat Washington. Unter uns der Grand County International Airport.

70 Kilometer östlich von Portland gelegen, ragt mit 3.425 Metern der Mt. Hood in die Höhe.

Die beiden höchsten Berge im US-Bundesstaat Oregon in einem Bild. Rechts der Mount Hood und links der mit 3.199 Metern etwas niedrigere Mount Jefferson.

Gut erkennbar, wie sich hier die Pazifische- und die Nordamerikanische Kontinentalplatten ineinanderschieben. Vulkan reiht sich an Vulkan.
Die „Three Sisters“ tauchen unter unserem Flügel auf. Mit 3.159 Metern nur unwesentlich kleiner als der Mount Jefferson.

So, nun aber genug von Bergen und Vulkanen. Unter uns ist gerade Klamath Falls zu sehen. Eine Kleinstadt, mit knapp 20.000 Einwohnern, direkt am Link River gelegen.
Skywest Airlines verbindet Klamath Falls täglich mit San Francisco.

Einen Vulkan habe ich dann doch noch: Hier sehen wir den „Grenzstein“ zwischen Oregon und Kalifornien. Wie die bereits gesehenen Berge gehört auch der Mount Sashta zur Kaskadenkette. Mit einer Höhe von 4.317 Metern ist er nach dem Mount Rainier der zweithöchste Berg des Sunshine States.

Wir haben unsere Reiseflughöhe verlassen und befinden uns nur noch 60 Kilometer nördlich von San Francisco. Den Pazifik haben wir bereits seit ein paar Minuten im Blick.

In südlicher Richtung geht es vorbei an Point Reyes. Einem Schutzgebiet das 1962, vom damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, eingerichtet wurde und heute bis zu zwei Millionen Besucher jährlich anlockt.

Die Passagiere auf der linken Seite sollten nun einen grandiosen Blick auf die Golden Gate Bridge, Alcatraz und Downtown San Francisco haben. Da ich leider, wie bereits im letzten Jahr auch, auf der rechten Seite sitze, muss ich mich mit dem Blick auf den Pazifik begnügen.

Nach zwei engen Linkskurven befinden wir uns bereits über San Jose und dem Sunny Valley.

Schon befinden wir uns im Endanflug auf San Francisco…

Die San Matteo Bridge, die die Stadt Hayward mit Foster City verbindet

In der Ferne kann man schon die Skyline von San Francisco erkennen. UNITED 1161 (N73445) macht sich gerade auf den Weg nach Cleveland.

„Welcome to S F O“.

Vorbei am DELTA-Terminal geht es Richtung Internationale Parkplätze.

Diese Boeing 737-800 fliegt erst seit kurzem in Skyteam-Farben. Netterweise lässt sie sich im schönsten Sonnenschein ablichten.

Und nochmal von vorne.

Unsere Parkposition A6 erreichen wir nach kurzem Rollen. Wie im letzten Jahr auch steht die Cathay Pacific neben uns, die kurz zuvor aus Hong Kong kam.

Nach zwei Stunden Schlange stehen bei der Einreise konnten wir endlich unsere, bereits vom Band genommenen, Koffer abholen.
Während wir auf unser Taxi warten, kann ich noch diese Schönheit am Terminal erlegen.